Freie Fahrt auf dem neu gebauten R3
Der Radfernweg R3 führt von Rüdesheim am Rhein nach Tann in der Rhön und zählt zu den meistgenutzten Radwegen des Main-Kinzig-Kreises. Die Strecke zwischen der Schlüchterner Innenstadt und Niederzell wurde in den vergangenen Monaten gemäß den Richtlinien für Radwege des Landes Hessen ausgebaut. Jetzt haben Vertreter der Stadt und des Kreises die stark frequentierte Strecke feierlich eröffnet.
„Ich freue mich, dass wir den ausgebauten Radweg einweihen können. Damit haben wir eine wichtige Ver-bindung deutlich aufgewertet“, sagte Bürgermeister Matthias Möller. Auf einer Länge von rund 2,4 Kilometern hat die Firma Stolz die Fahrbahn neu aufgebaut. Ziel war es, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Strecke sicherer und komfortabler zu gestalten.
„Der Ausbau des Radverkehrsnetzes ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, deshalb freue ich mich, dass es ge-lungen ist, mit Mitteln des Landes, der Stadt Schlüchtern und des Main-Kinzig-Kreises einen der beliebtesten Radwege im Kreis deutlich aufzuwerten. Gut ausgebaute Radwege sind nicht nur wichtig für den Tourismus, sondern sie stärken auch die Mobilität der Menschen vor Ort“, erklärte Erster Kreisbeigeordneter Jannik Mar-quart. Auch Elmar Sachs, Radverkehrsbeauftragter des Main-Kinzig-Kreises, begrüßte die Verbesserungen.
„Die bisherige Schotterfläche war bei schlechtem Wetter nicht befahrbar und es bestand hohe Unfallgefahr. Dank der neuen asphaltierten Oberfläche und der beidseitig begleitenden Markierungen ist der Abschnitt jetzt viel angenehmer und sicherer zu befahren.“
Die Arbeiten beschränkten sich dabei nicht allein auf die Fahrbahn. Entlang der Strecke entstanden fünf neue Rastplätze aus wiederverwendetem Basaltpflaster, das als Unterbau des alten Weges diente. Gleichzeitig muss-ten bei der Planung weitere Anforderungen berücksichtigt werden. „Uns war es wichtig, ein ganzheitliches Konzept für den Abschnitt zu entwickeln. Dabei mussten neben der eigentlichen Fahrbahn auch Themen des Naturschutzes wie Amphibien- und Hochwasserschutz berücksichtigt werden“, erklärte Darius Lotz aus dem Stadtbauamt Schlüchtern.
Und Magistratsmitglied Luise Meister ergänzte: „Den Weg nutzen nicht nur Touristen, sondern viele Bürge-rinnen und Bürger für ihren täglichen Arbeits- oder Schulweg. Umso wichtiger ist eine verlässliche und gut ausgebaute Verbindung.“
Die Kosten für die Sanierung belaufen sich insgesamt auf circa 1,1 Millionen Euro. Den größten Teil davon übernimmt das Land Hessen mit einer Fördersumme von zirka 990.000 Euro. Den verbleibenden Betrag teilen sich der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Schlüchtern.
Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten noch nicht: Bis Ende des Monats sollen letzte Restarbeiten ausgeführt werden. Die Wiedereröffnung kommt allerdings dennoch genau zum richtigen Zeitpunkt: Bereits am 13. Sep-tember führt „Kinzig total“ wieder zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer durch den Main-Kinzig-Kreis.
Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller betonte abschließend: „Ich wünsche allen eine gute Fahrt und viel Freude bei ihren Radtouren durch Schlüchtern.“

