Buntes Wasser im Schlüchterner Freibad
Vierzehn Tage hat es gedauert, bis das Schwimmerbecken im neuen Freibad in Schlüchtern vollständig mit Wasser gefüllt war. Nun folgte ein weiterer wichtiger Schritt: Mit einem Färbetest wurde die Funktionsfähigkeit der knapp 200 Wasserdüsen geprüft.
Im Zuge der Testungen wurde dem Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken Färbemittel hinzugefügt, das die Verteilung des Chlors im Wasser sichtbar macht. SEG-Projektleiter und Prokurist Marc Schmidt Moderow erläuterte: „Wir können so ganz genau nachvollziehen, ob aus jeder Düse Wasser kommt. Das ist wichtig, damit sich kein sogenanntes Totwasser mit Bakterien bildet.“
Das Wasser färbte sich innerhalb von 15 Minuten grün, nachdem der Pumpanlage sogenanntes Uranin-Konzentrat zugeführt wurde. Aber lange bleibt das Wasser nicht bunt: „Nach ein bis zwei Tagen baut das Chlor die Farbe wieder ab“, sagte Peter Adelt, Geschäftsführer des Unternehmens Schwimmbad-tec GmbH. Sein Fazit: „Es läuft alles nach Plan.“
Kurz vor der Eröffnung des Freibads im nächsten Jahr sollen die Düsen voraussichtlich ein weiteres Mal unter die Lupe genommen werden. „Falls etwas trotz der Tests nicht funktionieren sollte, schicken wir einen Taucher in die Becken, der an den Düsen dreht und alles korrekt einstellt“, sagte Marc Schmidt Moderow. Und Stefan Kneip, Bauleiter bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Schlüchtern, ergänzte: „Unser Test hat ergeben, dass bis auf zwei Düsen alle einwandfrei in Betrieb sind.“
Das bestätigte offiziell Holger Löffert, Gesundheitsaufseher beim Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises: „Wenn alles richtig eingestellt ist, steht dem Badespaß nichts mehr im Wege. Das wird ein tolles Freibad für Groß und Klein.“

Sie haben gemeinsam die Düsenfunktion im neuen Schlüchterner Freibad getestet (von links): Holger Löffert (Gesundheitsaufseher Main-Kinzig-Kreis), Marc Schmidt Moderow (Projektleiter und Prokurist SEG Schlüchtern), Stefan Kneip (Bauleiter SEG Schlüchtern) und Peter Adelt (Geschäftsführer Schwimmbad-tec GmbH).
