Rathaus & Politik

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Thema Energiesparen

Sehr geehrte Damen und Herren Mandatsträger,
liebe Verantwortliche und Vereinsvorstände vor Ort in unseren Stadtteilen,

kaum ein anderes weltpolitisches Thema treibt jeden von uns persönlich mehr um, als der Krieg in der Ukraine und die daraus erwachsenen Folgen einer Verknappung von Energie, die unser aller Alltag beeinflusst und nicht wenige in unserer Gesellschaft an den Rand des finanziell Zumutbaren bringt.

Das Thema Energiesparen haben wir ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt. Im Rahmen einer dreitägigen Klausur sowie einer Arbeitssitzung der verantwortlichen Mitarbeiter wurde das Thema in diesen Tagen intensiv diskutiert.

Fazit: Das Thema Energie bindet aktuell viele personelle und finanzielle Ressourcen.

Die Verwaltung nimmt es sehr ernst, es wird aber keine „Schnellschüsse“ geben.

Es geht schließlich nicht nur um kurzfristige Veränderungen, sondern um Maßnahmen, die langfristig Erfolge bringen.

Und es gibt erfreuliche Nachrichten für die Bürgerinnen und Bürger. Zwar sollen die Verbrauchszahlen um rund 15 Prozent gesenkt werden. Das Rathaus setzt Verordnungen zum Energiesparen aber nur dort um, wo die Auswirkungen für Gesellschaft und Mitarbeiter nicht unmittelbar spürbar werden. Die Menschen sollen nur wenig von den Veränderungen merken.

Und Eines ist uns ganz wichtig:

Das dörfliche Leben und der Zusammenhalt in ehrenamtlichen Gruppierungen dürfen gerade in dieser Zeit nicht einem blinden Sparwillen zum Opfer fallen!

Nicht wenige Kommunen, auch in unserer näheren Nachbarschaft, wollen ihre Gemeinschaftseinrichtungen zur Vermeidung von Energieverbräuchen teilweise oder ganz schließen.

Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar und unverständlich Dorfgemeinschaftshäuser abzusperren oder Situationen zu schaffen, in denen ein Betrieb durch eine Reduzierung der Temperatur nicht qualitativ möglich ist. Unser Ehrenamt und dessen Ausübung ist die Stütze der Gesellschaft!

Wir brauchen allerdings Ihre Unterstützung:

  1. Bitte prüfen sie bei jeder Nutzung unserer städtischen Häuser, ob und in welcher Intensität eine Beheizung wirklich erforderlich ist.
  2. Können Sie die unterschiedlichen Gruppierungen in Ihrem Verein vielleicht an bestimmten Wochentagen bündeln um so die Anzahl der Nutzungstage der Häuser insgesamt zu reduzieren?

Wir appellieren hiermit an die Eigenverantwortung der Vereinsvorstände, Ortsvorsteher und Organisationen Energie einzusparen, Maßnahmen zur Reduzierung von Energie zu ergreifen und ggf. Veranstaltungen und Nutzungen zusammenzufassen.

Als Partner für unser Ehrenamt stehen wir jederzeit zur Verfügung und möchten dem Thema Energieeinsparung, welches wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehen, eine nach wie vor hohe Aufmerksamkeit schenken.

Schließlich möchte ich noch auf das Thema Straßenbeleuchtung eingehen:

Licht bietet Sicherheit.
Licht im öffentlichen Raum ist kein Selbstzweck, sondern notwendiges Kulturgut, das dazu beigetragen hat, Sicherheit und Ordnung, Mobilität und Lebensfreude während der Dunkelstunden zu ermöglichen. Nicht zuletzt ermöglicht die Beleuchtung die Orientierung in und rund um Schlüchtern.
Gerade in der Weihnachtszeit vermittelt zudem eine gut geplante dekorative Weihnachtsbeleuchtung eine positive, hoffnungsvolle Stimmung.
Die Stadt Schlüchtern verfügt über eine sparsame LED Ausstattung, die eine ökonomische und ökologische behutsame Nutzung einer Weihnachtsbeleuchtung ermöglicht.

Ich darf Sie herzlich bitten, unsere Vorschläge tatkräftig zu unterstützen!

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Möller
-Bürgermeister-