Sie befinden sich hier

Inhalt

Ludwig Steinfeld (1917 – 1998)

Schlüchterns "Kulturpapst" in bewegter Zeit von Ernst Müller-Marschhausen

Vielseitigkeit, Qualitätsbewusstsein und Originalität

Ludwig Steinfeld (Foto: Stefan Etzel)
Ludwig Steinfeld (Foto: Stefan Etzel)

Als im Frühjahr 1945 in der Schlüchterner evangelischen Stadtkirche der Dankgottesdienst für das Ende des Krieges gefeiert wurde, spielte ein Druckermeister die Orgel, so wie er’s als ehrenamtlicher Organist von St. Michael seit Jahren tat: Ludwig Steinfeld.

Und als zwanzig Jahre später die ganz und gar weltliche Beatmusik die Nachkriegsjugend auch im Bergwinkel begeisterte, war es ausgerechnet der Leiter der Schlüchterner Kulturgesellschaft, der sich dem neuen Sound öffnete und mit der "Soul Caravan" eine der anspruchsvollsten deutschen Bands in unsere Stadt holte: Ludwig Steinfeld.

In dieser Spannweite deutet sich der charakteristische Wesenszug dieses Schlüchterner Bürgers an: Seine undogmatische Vielseitigkeit, die nur einen Maßstab kannte: Qualität. Gleichgültig, auf welchem Gebiet.

Die Musik war nur ein Segment in seinem breiten Spektrum an Antriebskräften, Interessen und Fähigkeiten:

Neben der Musik galt seine besondere Liebe der bildenden Kunst, deren Sammlung und Präsentation er leidenschaftlich und professionell betrieb.

Und schon früh weitete er das musische Wirkungsfeld in andere Richtungen aus: Geschichtsforschung kam hinzu. Seine Monographie über Ulrich von Hutten ist hier an erster Stelle zu nennen. Ein Standardwerk, auch in den Schulen der Region, ist sein Buch über "Die Chronik einer Straße" geworden, die Geschichte der 800 Jahre alten Reichsstraße von Frankfurt durchs Kinzigtal hinüber nach Leipzig.

Ganz auf sein engeres Lebensumfeld, vornehmlich auf das Schlüchterner Land, konzentrierte er sich dagegen, als er langsam verfallende Feldscheunen aufspürte, sie fotografierte und in seinem heimatgeschichtlichen Buch "Feldscheunen aus Hessen – von der Rhön zum Vogelsberg" für die Nachwelt bewahrte.

Die maßgebliche und richtungweisende Mitgestaltung des kulturellen literarischen Lebens in Schlüchtern kommt hinzu. Ein Jahr nach dem Kriegsende übernahm er die Geschäftsführung, kurz danach den Vorsitz der Kulturgesellschaft Schlüchtern, und als er sich 1978 aus der organisatorischen Arbeit der Gesellschaft zurückzog, führte er Teile ihrer inhaltlichen Arbeit fort. In eigener Verantwortung und allein auf sich gestellt und nach seinen ureigenen Vorstellungen in seiner Studien- und Begegnungsstätte "Haus Tusculum" in der ehemaligen Schule in Vollmerz-Hinkelhof. Kunst, Musik, Literatur und Geschichte blieben nicht die einzigen Domänen seines Wirkens. Sein Erkenntnis- und Gestaltungsdrang führte ihn auf das Gebiet der Psychologie und Psychotherapie. In einem Alter, in dem sich andere auf Rente und Ruhestand vorbereiten, qualifizierte er sich bei den besten Kennern und Therapeuten seiner Zeit, unter ihnen der Berliner Psychotherapeut und "Vater" des Autogenen Trainings Prof. Dr. Johannes Heinrich Schultz, zum Psychagogen, machte therapeutische Beratung und therapeutisches Training später zu seinem neuen Brotberuf. Sein praktisches berufliches Handeln reflektierte er in mehreren Fachbüchern, von denen die "Autogene Meditation" zum Verkaufsschlager wurde.

Stationen und Wegkreuze in seinem Leben

Ludwig Steinfelds Leben ist so weit gespannt, so bewegt, voller Gestaltungskraft und voller Streben nach lebenslangem Dazulernen, dass es die Grenzen sprengt, die ein normales Portrait in unserem Heimatkalender setzt. Seine Würdigung muss skizzenhaft bleiben, weshalb wir den Blick auf nur wenige biographische Stationen und Wegkreuze richten wollen. Wenn dabei immer wieder die Frage auftritt, wie es ihm hinsichtlich der Zeit- und Arbeitsplanung überhaupt gelingen konnte, dieses in Vielfalt und Umfang immense Arbeitspensum zu bewältigen, liegt die Antwort nah: Seine Frau Antje, Enkeltochter des im ganzen Bergwinkel hoch geachteten Sanitätsrats Dr. Ernst Stern, war mehr als der ruhende Pol in diesem bewegten Leben. Sie sicherte die häuslichen Angelegenheiten, wirkte ausgleichend und hielt viele leidige Alltagsgeschäfte von ihm fern. Aber noch wichtiger war, dass sie, künstlerisch ambitioniert wie ihr Mann, im "Hause Steinfeld" ein ästhetisches und intellektuelles Ambiente kultivierte, wie es früher in stilbildenden literarischen Salons geherrscht haben mag, ein Ambiente, das die Großen aus Kunst, Musik und Literatur im Anschluss an ihre Lesungen, Konzerte und Auftritte in unserer Stadt genossen haben. Das Gästebuch der Steinfelds gleicht deshalb einem "Who’s who" des kulturellen Lebens in Deutschland jener Jahrzehnte. Und darüber hinaus war Antje Steinfeld in vielen Fachfragen die kompetenteste Beraterin ihres Mannes und Koautorin manches seiner Bücher und Aufsätze.

Seine bürgerlichen Brotberufe

Werfen wir zunächst einen kurzen Blick auf Ludwig Steinfelds berufliche Tätigkeitsfelder, auf seine Brotberufe, in denen er vorrangig seinen Lebensunterhalt verdiente. Was uns da begegnet, ist eine ungewöhnliche Berufsbiographie. Ganz und gar nicht geradlinig verlief sie, nicht nach dem seinerzeit noch gewohnten  Muster "vom Lehrling zum Unternehmer" im einmal gewählten  Berufsfeld. Vielmehr war es der Wechsel, der sein Berufsleben  kennzeichnet:  Der Wechsel vom Handwerk  ins Management eines Industrieunternehmens und von dort in die psychotherapeutische Beratung. Es waren selbstgetroffene Entscheidungen. Sie hatten ihre Ursachen im Streben nach persönlichem Wachstum,  das dann nach adäquater Tätigkeit auch im Brotberuf suchte. Es trieb ihn ganz einfach,  neue berufliche Erfahrungen zu machen,  Neues zu lernen, sich zu erproben und zu entfalten.

Buchdrucker in Frankfurt am Main und Schlüchtern
Ludwig Steinfeld  erreichte   nach dem Besuch der Stadtschule und der Aufbau-schule in Schlüchtern und des  Lyceums in Fulda den mittleren Bildungsabschluss, das „Einjährige“, wie es damals hieß,  machte von 1933-1936 in einer Frankfurter Großdruckerei die Lehre zum Drucker , wurde Geselle und Meister, und weil der Vater 1937 starb, übernahm der gerade Zwanzigjährige als Mitinhaber und Chef die elterliche Firma, die „Druckerei Steinfeld“,   in Schlüchtern,  in der Bahnhofstraße 6. Der Betrieb wurde 1943 kriegsbedingt eingestellt. Bis dahin druckte er unter anderem auch die damalige amtliche, dreimal wöchentlich erscheinende „Schlüchterner Zeitung“. Ludwig Steinfeld war von 1943 bis 1945 Soldat.  Ein Jahr nach dem Kriegsende nahmen er  und sein Onkel Fritz Steinfeld  den Betrieb wieder auf. Das 1913 gegründete Traditionsunternehmen wurde 1975 an Gert Geisel und wiederum vierzehn Jahre später an Norbert Griebel verkauft.

Kaufmännischer Leiter  in Steinau
1958 wechselte Ludwig Steinfeld seinen erlernten Beruf: Er übernahm die Funktion des kaufmännischen Leiters  einer Abteilung in der  „Dreiturm“ in Steinau, einem Chemieunternehmen mit dem Schwerpunkt auf der Kosmetikproduktion, das der befreundeten Familie Gerhard Wolf gehörte und seinerzeit mit fast  700 Mitarbeitern größter Arbeitgeber in der Brüder-Grimm-Stadt war. Anfang der siebziger Jahre hat  Gerhard Wolf  einen Teil des  Familienunternehmens verkauft. Dem Umbau der Firma fiel die Hälfte der Arbeitsplätze zum Opfer, und ausgetauscht wurde auch das Management, einschließlich der Position des kaufmännischen Leiters,in der Ludwig Steinfeld zuletzt tätig war.

Psychagoge in Bad Orb
Getrieben vom Verlangen nach Selbstbesinnung und Erweiterung seiner eigenen Erlebnis- und Erfahrungswelt,  reifte in Ludwig Steinfeld  schon Mitte der sechziger Jahre der Wunsch, sich  in die Psychologie und die Psychotherapie einzuarbeiten. Wie alles, was er begann, tat  er auch dies mit System und Ausdauer und qualitäts-bewusst, getreu seinem Grundsatz, dass man „nur von den Besten lernen“ könne. Der schon Fünfzigjährige betrieb seine Studien in Seminaren und Symposien bei namhaften Psychotherapeuten und  erwarb die formale Qualifikation für den Beruf des Psychagogen, eines tiefenpsychologisch ausgebildeten Therapeuten.  Diesen Beruf, seinen dritten bürgerlichen Brotberuf, übte er von  1972 an bis zu seiner Versetzung in den Altersruhestand 1985 im Spessart-Sanatorium in Bad Orb aus.

Sein zweites Leben: Sammler, "Jäger" und Autor

Neben seinem bürgerlichen Berufsleben führte Ludwig Steinfeld ein zweites Leben: Ein Leben als Sammler, ja, als "Jäger", wie er sich selbst einmal charakterisierte, sowie  als  Buch-Autor und Publizist. Für den Ankauf schöner Stücke musste er manchmal ein Darlehen aufnehmen. Ein Leben in einem Kulturkosmos neben seiner  beruflichen Alltagswelt! Vornehmlich in drei Revieren sammelte und "jagte" er:

Die Töpferkunst hatte es ihm schon in jungen Jahren angetan. Irdenes und Steinzeug aus Rhön, Vogelsberg und Spessart, speziell aus dem Töpferdorf Marjoß, trug er in Jahrzehnten zusammen, an die tausend Artefakte. Anregungen hatte ihm der Heimatforscher Wilhelm Praesent gegeben.  Er behielt seine einmalige Sammlung hessisch-bäuerlicher Kultur  nicht für sich, sondern vermachte sie komplett dem Hessischen Landesmuseum in Kassel, das sie 1975 in einer großen Ausstellung präsentierte und den Mäzen im prächtigen Katalog ehrte.

Mit demselben Jagdfieber spürte  er Erstausgaben der Märchen der Brüder Grimm auf, und mit  Beharrlichkeit verfolgte er Spuren zu bibliophilen Raritäten aus der Feder Ulrichs von Hutten und aus der Literatur über den bedeutendsten Dichter unserer Heimat. Seine Sammlung der Grimm’schen Erstausgaben sowie der Originale europäischer und asiatischer Märchen, deren Motive die Brüder Grimm übernommen haben,  wurde 1985 im Fuldaer Stadtschloss ausgestellt. Und 1988, zum 500. Geburtstag des Reichsritters Ulrich von Hutten, war er Mit-Initiator einer repräsentativen, national bedeutenden Hutten-Ausstellung in Schlüchtern.

Als Kunstsammler galt Ludwig Steinfeld  deutschlandweit als Kenner und Experte. Herzstück seiner  Sammlung waren Werke des Bauhaus-Meisters und Malers Professor Georg Muche, Sohn des Rentmeisters und Sonntags-Malers Felix Ramholz (Felix Muche).  Er kaufte sie seit 1951, als sie noch erschwinglich waren, von Kunsthändlern und von Georg Muche selbst, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.  Bald hatte er eine kleine Sammlung. Bald hatte die Sammlung ihn.  Georg Muches Oeuvre lässt sich keiner  vorherrschenden Stilrichtung im  20. Jahrhundert eindeutig zuordnen. Er gilt als einer der profiliertesten deutschen Abstrakten.  Seine Bilder reisten als Exponate mit der Bauhaus-Ausstellung um die ganze Welt. In London, Paris, Tokio, Chikago und anderen Metropolen hingen die "Leihgaben des Sammlers Ludwig Steinfeld, Schlüchtern". Mit den Repräsentanten des  Ausstellungsgeschäfts verhandelte der Sammler und Kunstexperte aus Schlüchtern in Augenhöhe, unter ihnen mit Größen des internationalen Kunstmarkts wie Lothar-Günther Buchheim und Heinz Berggruen.

Breite und Vielfalt weist auch das Werk des Autors und Publizisten Ludwig Steinfeld auf. Nicht weniger als vierzehn Bücher hat er verfasst oder als reich kommentierte Bildbände herausgegeben. Die meisten stellen heimat- und regionalgeschichtliche Themen dar. Andere befassen sich mit Kulturphilosophie, mit  Psychologie und praktischer Lebensberatung, manche inspiriert von fernöstlicher Philosophie und  eigenen Erfahrungen auf Ostasien-Reisen. Der biographische Bildband  über Felix  Ramholz  illustriert  Leben und Werk eines der bedeutendsten "naiven" Maler Deutschlands.

Viele seiner Mitbürger haben ihn als Autor von acht Aufsätzen im "Bergwinkel-Heimatkalender" kennen gelernt, sie erschienen in den Jahren zwischen 1981 und 1998.

Seine  Bücher und seine Aufsätze im "Bergwinkel-Heimatkalender" werden  im Anhang vollständig aufgelistet, außerdem sein Aufsatz über die Kulturgesellschaft. Vor allem seine heimat- und regional-geschichtlichen Bücher und mehr noch  seine Aufsätze im Heimatkalender  sind es, mit denen sich Ludwig Steinfeld bleibende Verdienste um die Erforschung und Dokumentation der Geschichte seiner Stadt und seiner Bergwinkel-Heimat erworben hat.

Die Aufsätze, die Ludwig Steinfeld in Zeitungen und in anderen Zeitschriften veröffentlicht hat,  wie z.B. in den "Kinzigtal-Nachrichten", der "Frankfurter Rundschau" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sowie in Fachzeitschriften, sind so zahlreich und in ihrer Themenpalette so bunt, dass sie nur in einem gesonderten  Projekt erfasst und dokumentiert werden können.

Sein Wirkungsfeld "Ehrenamt": Kulturgesellschaft Schlüchtern e.V.

Nicht Ludwig Steinfelds einzigartige Berufsbiographie ist es, auch nicht seinautodidaktisch erworbenes Expertentum als Kunstsammler oder als fachwissenschaftlicher Autor und Publizist, sondern es ist – neben seinen heimat- und regionalgeschichtlichen Arbeiten - sein öffentliches ehrenamtliches Wirken in seiner Stadt und für seine Stadt, das im kollektiven Gedächtnis präsent geblieben ist und das, wenn auch erst nach seinem Tod,seine verdiente Anerkennung erfährt.

Den Auftakt des neu entstandenen kulturellen Lebens in Schlüchtern wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bildete ein viel beachtetes Musikereignis. Ludwig Steinfeld war es im September 1945 gelungen, Frankfurter Musiker, die gerade dabei waren, sich wieder zu einem Orchester zusammenzufinden, für ein Konzert in unserer Stadt zu engagieren. Er knüpfte Kontakte zu Kunst- und Literaturinteressierten in Schlüchtern und entwickelte so ein Netzwerk, aus dem ein Jahr später die Kulturgesellschaft hervorging. Vorrangig waren es ausgebombte "Städter", die in den letzten Kriegsjahren in den Bergwinkel evakuiert worden waren oder die Hunger und Obdachlosigkeit hierher getrieben hatten, unter ihnen sein Schwager Dr. Otto Vitense aus Berlin, von der Besatzungsarmee als Bürgermeister Schlüchterns eingesetzt und schon nach drei Monaten wieder davon gejagt, und unter ihnen waren Flüchtlinge und Vertriebene aus Ostpreußen und Schlesien und auch schon aus dem Sudetenland. Sie alle, die "zugezogenen" Neu-Schlüchterner, haben bald darauf neben den revitalisierten Vereinen der Bergwinkelstadt für Jahrzehnte die Inhalte, die Formen und das Niveau deskulturellen Lebens der Stadt tonangebend und richtungweisend mitgeprägt

So wurde Ludwig Steinfeldeiner der maßgeblichen Initiatoren der Kulturgesellschaft.Sie wurde an Goethes Geburtstag, dem 28. August 1946 gegründet. Den Vorstandsvorsitz übernahm zunächst Landrat Walter Jansen, unterstützt von Persönlichkeiten wie dem Lehrer und Heimatforscher Wilhelm Praesent und der Musikpädagogin Margarete Löw. Ludwig Steinfeld, von der Mitgliederversammlung auf Empfehlung von Landrat Walter Jansen mit überwältigender Mehrheit gewählt,organisierte ihr Programmvon 1947 bis 1964als ihr Geschäftsführer,und von da an bis 1973 gestaltete er es als ihr Vorsitzender. Seine Nachfolge trat Pfarrer Karlheinz Happich an, ihm folgte 1977 Christiane Blume, und von 1994 bis zur Auflösung im Jahr 1998 leitete Ina Hildebrandt die Kulturgesellschaft. Viele Gründe machten ihre Auflösung unabwendbar: die Überalterung, der Mitgliederschwund und die ins Gigantische wachsenden medialen Angebote, aber auch die Einstellung der Zuwendungen aus der Zonenrandförderung. Der geschrumpfte Mitgliederbestand fand dann ein neues geistiges Zuhause im "Freundeskreis Sankt Michael".

Die Ära Ludwig Steinfeld währte ein Vierteljahrhundert. Ina Hildebrandt würdigt sie als das "Goldene Zeitalter der Schlüchterner Kulturgesellschaft". Ludwig Steinfeld selbst spricht später einmal davon, es habe im 20. Jahrhundert "zwei Epochen der Hochkultur" in unserer Stadt gegeben: Die Neuwerkbewegung nach dem Ersten Weltkrieg und das Wirken der Kulturgesellschaft in den drei Jahrzehnten nach 1945. Treibende Kräfte für den Aufschwung und die Blüte der Kulturgesellschaft waren das Verlangen der geistig ausgehungerten Menschen nach Kultur und ihr Wunsch nach "seelischer Verjüngung" und eigentätiger Mitgestaltung des "geistigen Neuaufbaus Deutschlands", wie es in der Präambel zur Gründungsurkunde heißt. Auch gesellschaftspolitische Motive haben dem kulturellen Neubeginn Dynamik verliehen; "Kunst soll künftig allen sozialen Schichten zugänglich gemacht" werden, proklamiertendie Gründungsväter der Kulturgesellschaft. Aber mindestens ebenso ausschlaggebend für die Erfolgsgeschichte der Kulturgesellschaft  war es, dass zur rechten Zeit eine Persönlichkeit wie Ludwig Steinfeld zur Stelle war, die willensstark und beharrlich ihre inhaltlichen Ziele für Jahrzehnte ganz nach seinen eigenen hohen Ansprüchen an künstlerische Qualität ausrichtete.

Ludwig Steinfeld holte Schriftsteller von Rang und Namen zu Lesungen nach Schlüchtern. Wie er, der Autodidakt, das schaffte, fragen sich viele. Nun, zum einen war er belesen wie kaum ein anderer, ein Büchernarr als Leser wie auch als Sammler; die größte Privatbibliothek im weiten Umkreis habe er besessen. Er kannte sich in der Literaturszene bestens aus, was ein unverzichtbares Muss war, um überhaupt direkte persönliche Kontakte zu den ganz Großen im Literaturbetrieb knüpfen und auf Augenhöhe mit ihnen verhandeln zu können, unter ihnen Peter Weiss, Stefan Andres, Marie Luise Kaschnitz, Heinz Henny Jahnn, Wolf Wondrascheck, Manfred Hausmann – viele zählen wir heute zu den Klassikern der neueren deutschsprachigen Literatur. Warum sie alle gerne der Einladung der Kulturgesellschaft folgten und sich und ihre Werke in der Kloster-Aula, dem traditionellen Veranstaltungsraum der Kulturgesellschaft, vorstellten, hat auch etwas damit zu tun, dass sich das kultivierte Ambiente im Hause Steinfeld und seine Gastfreundschaft in Künstler-Kreisen herumgesprochen hatten.

Ludwig Steinfeld brachte in dem Vierteljahrhundert seines ehrenamtlichen Wirkens musikalische Programme vom Feinsten zustande. Große Namen hatten die Ensembles. Viele sind bis heute in guter Erinnerung geblieben: So das Münchner und das Südwestdeutsche Kammerorchester, das Köckert-Quartett, das Stroß-Quartett, das Ebert-Trio aus Wien, das Detmolder Collegium Musicum, die Namen der Pianisten wie Amadeus Webersinke, Elly Ney und Michael Ponto. Warum Musiker dieser Klasse so gerne nach Schlüchtern kamen, hatte noch einen ganz praktischen Grund: Die Klosteraula hatte seinerzeit den Ruf, einer der akustisch besten Kammermusiksäle in Deutschland zu sein. Neben den renommierten Interpreten der klassischen Musik gastierten international ausgewiesene Jazz-Ensembles zweimal in unserer Stadt. Musik spielte auch unter den Nachfolgern Ludwig Steinfels eine herausragende Rolle in den Programmen der Kulturgesellschaft. Vielleicht mit eine Ursache dafür, mutmaßt Christiane Blume, dass aus einer so kleinen Stadt wie Schlüchtern im Laufe der Zeit so viele gute Musiker hervorgegangen sind.

Unter Steinfelds Ägide erlebte Schlüchtern Theateraufführungen zeitgenössischer Dramatiker wie Bert Brecht, Eugene Ionesco und Samuel Beckett, Kabarette wie "Die Zeitberichter", den Kabarettisten Werner Finck, und die Schlüchterner lernten in dem von der Kulturgesellschaft gegründeten Filmclub die vielfach ausgezeichneten italienischen und französischen Filme kennen, darunter die Streifen"La Strada", "Kinder des Olymps" und "Der Reigen", heute gelten sie als Klassiker der europäischen Filmgeschichte.

Als Geschäftsführer und als Vorsitzender der Kulturgesellschaft hat Ludwig Steinfeld in Schlüchtern auf den Gebieten der Literatur, der Musik, der Malerei, des Theaters und der Filmkunst – nimmt man alles in allem – über 250 Veranstaltungen organisiert, die nach einmütiger Einschätzung all jener, die an dem kulturellen Leben jener Jahre teilhatten, den Vergleich mit großstädtischen Angeboten mühelos standhalten. Ausgewählt wurden die Angebote im allgemeinen von ihm allein. Dabei ließ er sich nur leiten von dem Kriterium "künstlerische Qualität".

Mitstreiter und Weggefährten

Ludwig Steinfelds Kulturgesellschaft gab nach Umfang, Inhalt und Qualität ihrer Angebote die Richtung für das kulturelle Leben unserer Stadt vor. Ihre Bedeutung wuchs noch, als sie im Februar 1948 eine "Filiale" einrichtete,  die Schlüchterner Volkshochschule, deren Leitung in enger Programmabstimmung mit ihm seine Mitstreiter und Weggefährten Frau Christiane von der Heyde und Studienrat Dr. Günther Seiler übernahmen. Mit Fug und Recht lässt sich aus der Perspektive von heute sagen, dass die Kulturgesellschaft unter Ludwig Steinfeld  die "Leitkultur" der Stadt geprägt hat. Doch verfehlt wäre es,  ihr eine Monopolstellung zuzuschreiben.

Es gab vielfältige kulturelle Aktivitäten unserer traditionsreichen Vereine, und es gab in der  Stadtschule den Lehrer Wilhelm Praesent, den die Stadt wegen seiner bleibenden Verdienste um die Erforschung der Geschichte seiner Heimat mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft ehrte.  Es gab vor allem das kulturelle Epizentrum Ulrich von Hutten-Schule. Sie  trat bald nach 1945 mit Aufführungen großer Musikwerke in die Öffentlichkeit, einstudiert, inszeniert und dirigiert von der begeisterten und ganze Schülergenerationen mitreißenden Musikpädagogin Margarete Löw, und ebenso beharrlich wie  resolut wirkte ihr Kollege Fritz Ramge, Kunsterzieher und selbst produktiver Maler und Zeichner, stil- und geschmacksbildend  weit  ins schulische Umfeld hinein. Daneben entwickelten sich in dieser  Epoche des Aufbruchs und  Neubeginns in unserer Stadt spontan und oft ganz aus privater Initiative eine Reihe mehrerer kultureller "Kleinzentren", die teils mit Ludwig Steinfeld kooperierten und seine Arbeit ergänzten,  teils im Wettbewerb mit der  Kulturgesellschaft eigene Wege gingen. Ein auf Dauer angelegtes institutionalisiertes Netzwerk der Kulturschaffenden und Kulturmanager in unserer Stadt entstand nicht. Eher kann man von einem erfolgreichen  "getrennten Zusammenwirken" sprechen.

Annemarie Blankenburg lud zu ihrem  Literaturzirkel in ihre Wohnung im Kloster ein. Isa von Brandenstein hieß in ihrer Burg Künstler und Kunstinteressierte willkommen, die evangelische Kirchenmusikschule gewann mit ihren Konzerten Beachtung über die Region hinaus, im  "Interkonfessionellen Arbeitskreis", vom  evangelischen Pfarrer Freiherr von Dryander (Sohn des letzten kaiserlichen  Hofpredigers) ins Leben gerufen,  fanden  sich  Alt-Schlüchterner und – zumeist katholische – Neubürger zusammen, die "Europäische Akademie" mit ihren Akademiesekretären Graf Max Trauttmannsdorf und Manfred Michler  in  ihrer Geschäftsstelle im Schlösschen bot ein Forum für den Austausch seinerzeit noch phantastisch anmutender Vorstellungen über die – heute großenteils  Realität gewordene – Integration unseres Kontinents, und in den stark frequentierten Veranstaltungen der "Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben", geleitet von der rührigen Geschäftsführerin Gerda Kaufmann, machte man sich  in hochkarätigen Seminaren mit politischen und kulturellen Wesensmerkmalen in einer demokratischen Gesellschaft vertraut.

Prägungen in Kindheit und Jugend

Auf welche frühen Erfahrungen und Impulse geht Ludwig Steinfelds  zweites Leben  als Kunst-Sammler, Literat und Kulturmanager zurück?  Tasten wir uns zurück in seiner Biographie bis hin in seine frühe Kindheit in der Bahnhofstraße 6, wo er am 4. Januar 1917 als Sohn des Buchdruckers Albert Steinfeld geboren wurde. Er selbst erklärt  als Mittfünfziger in seinen fragmentarisch gebliebenen skizzenhaften Selbstportraits seine Leidenschaft für Literatur und Geschichte, für Kunst und Musik aus einer frühkindlichen Prägung. Seine Eltern hätten seine intellektuellen Fähigkeiten und musischen Interessen verständnisvoll gefördert.  Mehr noch als im Elternhaus habe ihn die kunstsinnige Atmosphäre in der Villa des Dreiturm-Besitzers Max Wolf , heute "Am Wäldchen"  6, geformt, das Haus der Eltern seines Freundes  Gerhard Wolf. Die beiden blieben Freunde ihr Leben lang. In der Villa der jüdischen Familie Wolf habe er als Junge eine tiefe Beziehung zu den Bildern der deutschen Moderne entwickelt, zum Beispiel zu Werken von Max Liebermann, Oskar Kokoschka, Schmitt-Rottluff, Emil Nolde, Otto Müller  und Paula Modersohn-Becker.

Später,  als sich seine Klasse bei einem Schüleraustausch in Paris aufhielt, bewunderte der Vierzehnjährige die Schätze des Louvre, als Buchdruckerlehrling in Frankfurt am Main hatte er ein Abonnement im Städelschen Kunstinstitut,  wo ihn seine "Lieblingsbilder" aus der Frührenaissance "unauslöschbar beeindruckten". Er reiste zu Gemäldeausstellungen nach Berlin. 1937 kam die berühmt-berüchtigte Ausstellung "Entartete Kunst" auch nach Frankfurt am Main. Dort traf er auf verfemte Werke, die er wenige Jahre zuvor  im Hause Wolf kennen gelernt und lieb gewonnen hatte..

Was ihn formte und sein Expertentum ausmachte, war nicht das Ergebnis eines systematisch betriebenen akademischen Studiums, sondern ein absolut intuitives Gespür für künstlerische Qualität. Es speiste sich aus unterschiedlich zustande gekommenen Eindrücken und mannigfaltigen Erfahrungen, die er jedoch schon als Schüler und Lehrling nach Inhalt und Struktur in einem selbst entwickelten  Koordinatensystem ordnete, das zeitlebens den Richtsteig für sein Urteilen über Kunst darstellte. Ludwig Steinfeld äußert bei gelegentlichen behutsamen biographischen Öffnungen mit dem Stolz des erfolgreichen Autodidakten, dass er ein "Seiteneinsteiger" sei, dass er es für sein "Glück " halte, "nie einen Kunstunterricht genossen" oder ein Studium mit formaler Qualifikation absolviert zu haben, sondern aus eigener Kraft das geschafft habe, was denen mit dem goldenen Löffel im Mund eher zugeflogen ist. 

Der Prophet im eigenen Lande

Die politisch Verantwortlichen Schlüchterns hielten merklich Abstand zur Kulturszene ihrer Stadt, vornehmlich zu Ludwig Steinfeld. Zunächst durchaus nachvollziehbar, denn  in den ersten Nachkriegsjahren hatte die Kommunalpolitik in Schlüchtern wie auch überall sonst in Deutschland ganz  andere Probleme, deren Lösung Vorrang beanspruchte. Aber es gab auch weiter verbreitete und tiefer liegende Ressentiments gegenüber der "Kultur", vornehmlich gegenüber der Kultur, die Ludwig Steinfelds Stempel trug, und wie sie von der Kulturgesellschaft und den Zirkeln in ihrem Umfeld gepflegt wurde. Macher und Pragmatiker, die innerhalb ihrer eigenen städtischen Horizonte kreisten, fühlten sich gelegentlich provoziert von dem Unzeitgemäßen dieses Kulturbetriebs.  Bei vielen gab es auch den stets latenten Argwohn, dass diese Kultur ja doch nur etwas für "Bessere" sei, und in dieser Einschätzung bestätigte man sich fortlaufend selbst. Und andere wieder, obwohl formal akademisch qualifiziert und sich als Repräsentanten des Bildungsbürgertums gerierend, haben nicht immer die Größe aufgebracht, die notwendig gewesen wäre, um ihre Ressentiments gegenüber dem Autodidakten zu überwinden und in einen für alle förderlichen Dialog einzutreten. So nannten ihn die einen wie die anderen mit etwas ironischem Unterton den   "Schlüchterner Kulturpapst" , und unterschieden sich nur in den Motiven ihrer Ressentiments.

Ludwig Steinfeld hätte gerne einen Teil seiner Sammlungen auf Dauer in seiner Heimatstadt gesehen. So hatte er z. B. das Bild "Das Frühstück" von Felix Ramholz dem Heimatmuseum als Leihgabe und zum späteren Vermächtnis angeboten und dort bereits auch aufgehängt, aber man sagte, es passe nicht zum Museumskonzept, und im übrigen herrsche auch Platzmangel, und so nahm er es denn enttäuscht wieder mit nach Hause. Jahre später hat es die Stadt von seiner Witwe für die Neugestaltung des Heimatmuseums gekauft. Weitere verpasste Chancen dieser und ähnlicher Art hatten zur Folge, dass nicht nur manch heimatbezogener Schatz aus der Steinfeld’schen Sammlung  für unsere Stadt verloren ging, sondern auch sein Potenzial als weit über die Region hinaus geachteter Kunstexperte und erfolgreicher Kulturmanager für die Stärkung ihres Selbstverständnisses als Schul- und Kulturstadt wie auch für ihre künftige wirksame Außendarstellung nicht genutzt wurde.

Es überrascht auch nicht,  dass die Stadt Ludwig Steinfelds außergewöhnliche Leistungen zu seinen Lebzeiten  nie durch eine noch so kleine Auszeichnung gewürdigt hat, obwohl er ihr doch in seinen Heimatbüchern seine Liebe zu ihr und zum Bergwinkel in Wort und Bild so freimütig gestanden hat.  Nicht seine Stadt, sondern der Main-Kinzig-Kreis  war es,  der ihn ehrte und ihm 1985 den "Kulturpreis" für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Heimatforschung verlieh. Und hohe Anerkennung zollte ihm im selben Jahr die "Frankfurter Rundschau" in dem biographischen Portrait "Ein Leben lang auf der Suche" aus der Feder der Redakteurin Ilse Werder.

Ressentiments zu überwinden und in einen für beide Seiten ergiebigen Dialog einzutreten – das glückte weder die Stadt, noch gelang es Ludwig Steinfeld.

Er stand sich oft selbst im Wege. Er sagt selbst von sich, dass er den kommunal-politischen Entscheidern gegenüber "vielleicht nicht immer diplomatisch genug" aufgetreten sei. Als "Querdenker, der Widerspruch provoziert und  in keine Schublade passt", charakterisiert er sich. Dass dieses Denken und Handeln Spannungsfelder aufbaut, wusste er, ja es scheint, als habe er sich darauf einiges zugute gehalten.  Seine Frau Antje hat ihn zumeist als "Einzelkämpfer" erlebt, andere Weggefährten erinnern sich an ihn als "Energiebündel", gelegentlich mit aufreizender Sprödigkeit, die manche als Schroffheit empfinden konnten, stets darauf aus, auf eigenen Wegen sein Erfahrungs- und Entfaltungsrevier zu erweitern und Neuem nachzujagen. 

Manche seiner Mitstreiter und Weggefährten erinnern sich an ihn als einen ungewöhnlich kenntnisreichen, gebildeten, grundsatztreuen Menschen, kein Wortgewaltiger sei er gewesen, sondern differenziert und kontrolliert,  eher verhalten und dezent habe er argumentiert, manchmal mit einem Anflug gescheiten Humors. Aber immer authentisch und geradeaus. Entschiedenheit von sich selbst habe er gefordert und mit nüchternem Blick  und mit einer Art glühender Sachlichkeit habe er verfolgt, was er für gut und richtig und erstrebenswert empfand.  

Es waren aber auch gerade dieselben Verhaltensweisen und Eigenschaften, die es ihm schwer machten, die Distanz zu anderen  zu verringern. Andererseits: Als angepasstem Leisetreter wären dem Autodidakten wohl kaum seine großen Erfolge im Kulturbetrieb seiner Heimat und in Fachkreisen Deutschlands beschieden gewesen.  Dabei spielte er die  Aura  außerordentlichen  Wissens und Könnens und höchster fachlicher Kompetenz, die ihn umgab, nie selbstgefällig aus – man spürte sie einfach, wenn man mit ihm sprach. 

Eine glänzende Würdigung erfährt Ludwig Steinfeld, sein Lebenswerk und seine Persönlichkeit, in der Laudatio anlässlich seiner Auszeichnung als Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises 1985 und in dem sehr persönlich gehaltenen Aufsatz von Stefan Etzel: "Ludwig Steinfeld – Ein Urgestein im Schlüchterner Kulturleben" (2001); online: www.stefan-etzel.de.  Und 2007, acht Jahre nach seinem Tod, ehrt ihn auch seine Heimatstadt, zum erstenmal: Im neu eröffneten Heimatmuseum im Schlösschen reiht sie Ludwig Steinfeld in die Galerie der Persönlichkeiten ein, die sich um ihre Stadt in besonderem Maße verdient gemacht haben.

Steinfeld Veröffentlichungen

Ludwig Steinfeld: Bücher

  • Karl Geist: Das Schlüchterner Land – Liebeserklärung an eine Landschaft. Fotografien von Karl Geist aus den Jahren 1940-1942. Hrsg. und eingeleitet von Ludwig Steinfeld.  (Verlag Steinfeld) Schlüchtern 1982
  • Feldscheunen aus Hessen. Von der Rhön zum Vogelsberg. Reihe „Volkskundliche Schriften“ Bd. 3. (Erich Röth Verlag)  Kassel 1983
  • Schlüchtern – Bilder aus der Vergangenheit von 1624-1930. (Verlag Steinfeld) Schlüchtern 1984
  • Zauber der Rhön. Bilder einer Landschaft. (Parzeller Verlag) Fulda 1985
  • Die Rhön in der Malerei. Bilder der Landschaft aus zwei Jahrhunderten.  Texte zu den Farbtafeln von Antje Steinfeld. (Verlag Hohmann) Hünfeld 1996
  • Schlüchtern – Wie’s damals war, 1930-1975. (Verlag Steinfeld) Schlüchtern1986
  • Die Ritter von Hutten. Burgen, Schlösser, Grabstätten in Hessen und Franken. (Geiger-Verlag) Horb am Neckar 1988
  • Chronik einer Straße. Die alte Straße von Frankfurt nach Leipzig. (Geiger Verlag) Horb am Neckar 1989
  • Felix Ramholz – Der Sonntagsmaler Felix Muche-Ramholz. (Wasmuth Verlag) Tübingen, Berlin 1993
  • Goethes Reisen zwischen Frankfurt und Weimar. (Waldemar Kramer Verlag) Frankfurt am Main 1991
  • Autogene Meditation – Von den Grundübungen des Autogenen Trainings zur meditativen Versenkung. (Patmos Verlag) Düsseldorf 1978. Zweite ergänzte Auflage 1980 (Auch als  holländische Übersetzung „Autogene meditatie“. Helmond-Uitgiverrij, Brugge 1980)
  • Das andere Leben – Die Welt der inneren Bilder. Über den Tagtraum. (Patmos Verlag) Düsseldorf 1979
  • Der Weg zum Haiku – Schöpferische Freude und seelische Befreiung durch Dreizeiler-Gedichte. (Patmos Verlag) Düsseldorf 1981
  • Nur endlich wieder schlafen – Ursachen und Heilung von Schlafstörungen. (Ariston Verlag) Genf 1982

 

Ludwig Steinfeld: Aufsätze

 

"Bergwinkel-Bote. Heimatkalender" - Hrsg. vom Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises

  • Erinnerungen eines alten Marjosser Töpfers (1981)
  • Aus dem Bergwinkel nach Venedig (1982)
  • Die Juden in Vollmerz (1983)
  • Mordversuch auf einen Amtsrichter – Ein Mahnmal, das nicht gebaut wurde (1984)
  • Das Gelübde im Spessart-Wald. Athanasius Kirchner. (1985)
  • Fuldaer Erlebnisse der Brüder Grimm (1986)
  • Die Rose der Gräfin von Wächtersbach (1987)
  • Ein blühendes Rapsfeld im Bergwinkel – Der Maler Georg Muche und seine Verbindung zum Schlüchterner Land (1988)

 

"Unsere Heimat – Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e.V. Schlüchtern" Bd. 12 (1996):

  • 50 Jahre Kulturgesellschaft Schlüchtern e.V. Ein kultureller Neuanfang nach dem Krieg.

 

Bemerkung des Autors:

Für die umfassende Hilfe bei der inhaltlichen Gestaltung des Beitrags danke ich Herrn Dr. Stefan Etzel, für die laufende Beratung und Bereitstellung biographischer Materialien Frau Antje Steinfeld und Frau Ina Hildebrand, für die redaktionelle Beratung Herrn Dr. Otto Rabenstein.

Auszug aus dem Bergwinkel-Boten Heimatkalender 2008, 59. Jahrgang. Hrsg. vom Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises mit freundlicher Genehmigung des Autors Ernst Müller-Marschhausen.

Kontextspalte

KONTAKT
Rathaus

Krämerstraße 2
36381 Schlüchtern

06661/85-0
06661/85-199

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag:
08:30 Uhr - 12:00 Uhr

Donnerstag zusätzlich:
14:00 Uhr - 18:00 Uhr


Bürger-Service

Krämerstraße 5
36381 Schlüchtern

06661/85-0
06661/85-369

Öffnungszeiten:

Montag – Mittwoch:
08:00 – 16:00 Uhr

Donnerstag:
08:00 – 18:00 Uhr

Freitag:
08:00 – 13:00 Uhr

 

E-Mail schreiben

Dezember 2018
MoDiMiDoFrSaSo
48262728293012
493456789
5010111213141516
5117181920212223
5224252627282930
131123456
AKTIVE KERNBEREICHE SCHLÜCHTERN
Logo Schlüchtern Mittendrin
Das Wetter in Schlüchtern
MOBILITÄTSNETZ SPESSART
Logo Mobilitätsnetz Spessart